Russische Wertlogik vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen

RUSSISCHE WERTLOGIK erscheint vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Die angekündigte Studie strebt an, die wertlogische Eigenart der russischen Kultur sowie die gegenläufigen, geistesgeschichtlich, rechts- und verfassungshistorisch bedingten Entwicklungen des russischen und des europäischen Geistes aufzuzeigen, um u.a. auch die gegenwärtigen, geopolitischen Spannungen erklärbar zu machen.

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Was versteht man unter Ontopraxiologie?

Ontopraxiologie ist eine philosophische Denkungsart und keine – wie auch immer geartete – wissenschaftliche Disziplin. Sie ist eine Betrachtung (theoria) dessen, was da sein will. Was will aber da sein? Die Ereignisse und Phänomene des Lebens, die so geschehen, wie sie geschehen wollen, und nicht, wie sie geschehen sollen oder dürfen.
Macht und Geld, Freiheit und Gerechtigkeit sind solche Lebensphänomene, die von verschiedenem Standpunkt aus unterschiedlich betrachtet werden können. Zwei Standpunkte stehen dabei insbesondere einander unversöhnlich gegenüber:
„Wolle nicht, dass die Dinge so geschehen, wie du willst, sondern wolle sie so, wie sie geschehen“, predigte einst der Epikuräer Metrodorus von Lampsacus (331-278 v. Chr.). „Nein! Wolle die Dinge, die so geschehen, wie du willst, und nicht, wie sie geschehen“, entgegnet die Gegenwart.
Die Gegenwart ist, wie sie ist, ohne dass wir immer begreifen, wie sie ist bzw. wie sie da sein will, auch wenn wir uns redlich bemühen, sie zu begreifen, und oft glauben, sie (längst) begriffen zu haben; und was der Antike immer schon „klar“ und „evident“ erschien, bleibt uns – den Heutigen – immer wieder unklar und unsichtbar, weil uns das, was da sein will, oft verborgen bleibt. Das Verborgene sichtbar zu machen, ist das Bestreben einer ontopraxiologischen Reflexion.

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